•November 10, 2009 •
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…dann könnte ich bis jetzt bei drei Universitäten anfangen. Bei zwei auf Stundenbasis und bei einer auf der Gehaltsliste, allerdings muss ich da noch durch den Probeunterricht und den Psychpathentest. Sollte aber kein Problem sein, beim Bund haben die mich ja auch genommen. Dann kommt noch die Anerkennung meines Studiums dazu, das Einfluss auf meinen Gehaltsscheck hat. Die wollen mein Lehramtstudilum doch glatt mit einer Licenciatura gleichsetzten, mit sowas lassen die einen bei uns mit Glück ins Hauptstudium. Aber mal sehen, das ganze dauert etwa 3-6 Monate mit der Anerkennung, und das Arbeitsvisum sollte ich in einem Monat etwa haben. Dann sind erst mal Ferien
Der Haarschnitt hat sich also schon mal gelohnt…
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•November 3, 2009 •
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Nachdem sich die Beschwerden über meine mangelnde Blogaktivität häufen, werde ich mal wieder aktiver diese Seite pflegen. Seit meinem Urlaub an der Golfküste hat sich einiges getan, wenn auch nichts wahnsinnig Spektakuläres. Ich hab zwei Seminare zum Thema Desarrollo Humano besucht, hab keine wirkliche Übersetzung für den Begriff gefunden, aber hat was mit Persönlichkeitsentwicklung/-entfaltung zu tun. Sehr motivierend, kann ich nur jedem empfehlen. Ich bin sogar am überlegen, ob ich nicht noch eine Art Zusatzausbildung dranhänge, weil es mich so beeindruckt hat, wie die dort mit uns gearbeitet haben. Aber erst mal abwarten, was die Unis sagen, an denen ich mich als Dozent beworben habe. Hab mich auch schon neu eingekleidet, die Haare geschnitten und den Bart recht gestutzt, damit ich auch einen guten Eindruck hinterlasse. Hier in Lateinamerika scheint mir ein Anzug noch wichtiger als bei uns zu Hause. Hier mein Bewerbungsfoto:

Ich würde mich sofort einstellen.
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•Oktober 11, 2009 •
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Während meines Kurztrips an den Golf von Mexiko habe ich erfahren, wie nahe Himmel und Hölle geografisch gelegen sind. Der Himmel, im Spanischen El Cielo, ist ein Nationalpark und liegt etwa zwei Stunden mit dem Auto und 13km Aufstieg auf etwa 3000m von der Hölle entfernt. Die Hölle ist im Bundesstaat Tamaulipas, nicht wörtlich, aber im übertragenden Sinn. Ich war fünf Tage in Tampico/Ciudad Madero, beide Städte sind im Laufe der Zeit zu einer verschmolzen und haben meinen Besuch bei Freunden durch das heiße und feuchte Klima zu einer sehr anstrengenden Unternehmung gemacht. Was meine Freunde dort als warmen Empfang bezeichneten hatte weniger mit Herzlichkeit, sondern mit purer feuchter Hitze zu tun. Die Einheimischen, übrigens sehr nett, offen, gastfreundlich und alles, haben gesagt, dass es schon wieder kühler geworden ist. Ich habe die 35 Grad bei gefühlten 12000% Luftfeuchtigkeit als unerträglich empfunden, wenn ich nicht gerade mit nacktem Oberkörper vor dem Ventilator saß, oder im Auto mit Klima, oder in irgendeiner Bank, Shopping Mall oder einem Haus mit Klima mich befand. Ich war heilfroh, gestern abend im Bus Richtung Heimat (mittlerweile fühl ich mich bei meiner Freundin zu Hause) zu sitzen, und auf gut über 2000m wieder mit langer Hose und Pulli anzukommen, ohne einen Klimaschock zu bekommen wie bei der Ankunft in Tampico. Irgendwo in Mexiko muss es doch auch ein Stückchen Strand und Meer geben, das nicht turiverseucht ist wie Baja California oder so heiß, dass man es nur im Dezember/Januar ohne Hitzschlag überstehen kann. Mal sehen…
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•September 30, 2009 •
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Es ist wieder an der Zeit, ein paar neue Ecken Mexikos zu erkunden. Deshalb hat es sich ganz gut ergeben, dass Kathi ihre Lateinamerikareise in Mexio Stadt begonnen hat und wir dann in den Nachbarstaat Queretaro gefahren sind. Die Landschaft war mit lila und gelben Blumenwiesen und riesigen grünen Feldern mit zahlreichen Kakteen übersät, wir waren immer von Bergen umgeben, denn eine gute Stunde Fahrtzeit von der wunderschönen gleichnamigen Hauptstadt beginnt die Sierra Gorda, ein Teil der Sierra Madre Oriental, der sich ebenfalls über die Staaten San Luis Potosi und Taumalipas fast bis an den Golf von Mexiko erstreckt. Wir haben einen Ausflug nach Bernal gemacht, einem kleinen Dorf am Fuße der Sierra Gorda, um den drittgrößten Monoliten der Welt nach dem Peñon de Gibraltar und dem Pan de Azucar in Brasilien zu erklimmen. Der Aufstieg auf die gut 2500m war nicht zu schwer, schließlich waren wir schon auf über 2000m in dem Dorf untergebracht. Leider waren viele Wolken dort in den Bergen, und wir konnten die Aussicht erst beim Abstieg genießen, da der obrige Teil immer noch im Wolkenmeer versunken war. Die Gegend ist bekannt für Opale und Quartzsteine, da hab ich mir gleich ein paar schöne für meine Sammlung eingepackt. Wenn ich nicht gerade mit dem Rucksack unterwegs bin, bin ich bei Anais in einem kleinen Städtchen namens Tultitlan nördlich von Mexiko Stadt, und nach ein paar weiteren Rucksackausflügen in diverse andere Ecken Mexikos wird dann wieder Arbeit gesucht, um den lieben Mexikanern auch was beizubringen.
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•September 13, 2009 •
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Wie immer floss das Bier in Massen, hier noch ein paar Fotos.
Bin übrigens schon wieder in Mexiko…
Fotos kommen demnächst, hochladen geht grad nicht. Gleiches gilt für die Berlinfotos, sorry:-)
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•September 13, 2009 •
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Nach gut 30 Jahren deutscher Staatsbürgerschaft habe ich es doch geschafft, endlich die Hauptstadt zu besuchen. Zu meiner Entschuldigung muss ich sagen, dass die ersten elf Jahre noch ein gewisses Hindernis, ja sogar ein Grenzübergang im Wege stand, und dann kam ich ja schon langsam in die Pubertät und man konnte mich mit deutscher Geschichte und Kultur jagen.
Es hätte ja beinahe wieder nicht geklappt diesen Sommer, aber kurz vor meiner endgültigen Reiseplanung kam ein email mit einer Einladung eines Couchsurferfreundes aus Berlin. Pläne umgeworfen und ab! Ich hatte nur drei Tage Zeit, aber das Wetter war optimal, um alles mit dem Rad schnell zu erkunden. Für Museumsbesuche war keine Zeit, aber eine fast fünfstündige Tour zu Fuß hab ich mir doch gegeben. Dabei wurde mal kurz der Stoff des Geschichtunterrichts der 12. und 13. Klasse aufgefrischt. Und wenn man direkt an den zeitgeschichtlichen Monumenten und Gebäuden steht, ist das Ganze gleich noch viel beeindruckender. So viel deutsche Geschichte auf einem Haufen – echt der Wahnsinn! Dazu eine Menge Parks und Grünflächen, aber auch viel Verkehr und Graffiti überall. Die Kneipen- und Clubkultur wird beim nächsten Mal unter die Lupe genommen, auch ein Besuch in dem ein oder anderen Museum darf dann auch nicht fehlen – habe ich mir sagen lassen:-)
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•September 4, 2009 •
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…und schon wieder weg. Nach dem alljährlichen Baseballturnier in Dohren, einem Couchsurferwochenende in Nürnberg, zahlreichen Geburtstagen, Besuchen bei Freunden in Regensburg, einem Kurzurlaub ans niederländische Meer und schließlich noch dem Barthelmarkt geht es über den Umweg Berlin am Montag nach Paris am Donnerstag und dann am Samstag in meine alte/neue Wahlheimat. Insgesamt war der Kulturschock nach einer guten Woche vorbei, und mittlerweile hab ich mich auch wieder an das Leben in Bayern gewöhnt, vor allem ans Kulinarische. Die Bilanz: ca. 5kg mehr in 6 Wochen.Ich werde alle wieder vermissen, aber wenn ich ans baldige Ende der Regenzeit denke, zieht es mich doch schon sehr wieder in wärmere Gefilde auf der anderen Seite des großen Teiches.
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•Juli 22, 2009 •
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…gibt´s hier nicht. Dafür Bier, Baseball und Schafkopfen. Eh viel besser. I´m back und morgen auch schon wieder weg zum Turnier im hohen Norden.
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•Juli 10, 2009 •
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Mein Plan, bereits zum Buergerfest und Monis Hochzeit zu Hause zu sein, ist dank ausgebuchter Fluege gescheitert. Jetzt bin ich weiterhin mit Tom und Leire unterwegs, was auch nicht schlecht ist. Jetzt stellt sich nur die Frage, wie es weiter gehen soll. Ich hab mal die Verbindungen fuer naechste Woche gecheckt, das sieht gar nicht so schlecht aus. Aber da sind auch noch ein paar Tage fuer die Fluglinie drin, die Plaetze zu fuellen. Merke: keine offenen Tickets zur Ferienzeit einkaufen, wenn man unbedingt fliegen will! Na ja, jetzt muss ich mir ueberlegen, ob ich mit Tom und Leire nach Norden ziehe oder mit Oswaldo, bei dem ich untergebracht bin, nach Veracruz fahre oder einfach im Grossstadtdschungel warte, bis der Rettungshubschrauber mich nach Paris bringt. So schauts aus.
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•Juli 3, 2009 •
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Wer Toms Blog mitverfolgt hat, weiß, dass auch seine Einträge im Laufe der Zeit immer weniger geworden sind. Das liegt einfach daran, dass sich der Alltag einstellt und einem nichts mehr besonders vorkommt. Und wenn man dann mal doch etwas schreiben will, fällt einem nichts ein, obwohl doch immer etwas passiert. Die letzten beiden Wochen waren Tom und Leire zu Gast, und ich habe mich vor gut anderthalb Stunden von ihnen und meinem lieben Freund und Mitbewohner Mark an der Küste Oaxacas verabschiedet, wohl wissend, dass wir uns im August wieder in der Heimat sehen werden (Mark sehe ich hoffentlich in Mittel-oder Südamerika in ein paar Monaten wieder). Von Hugo, meinem belgischen Mitbewohner, haben wir uns am Sonntag verabschiedet, nachdem wir einen mehr oder minder großen Saustall von der Abschiedsparty hinterlassen haben. Der Abschied fiel nicht zu schwer, man soll ja immer dann gehen, wenns am Schönsten ist. Oder wenn die Regenzeit voll einkehrt. Die letzten fünf Monate habe ich sechs Tage die Woche gearbeitet, was stundentechnisch nicht allzuviel, aber doch genügend war, dass die Zeit wie im Flug vergangen ist. Ich hab das Gefühl, abgesehen von der Visumstour nach Guatemala und der Dschungeltour mit meinem Paps in den Ferien nicht Interessantes gemacht zu haben. Jetzt steht noch ein Besuch in den Bergen und der Hauptstadt Oaxacas an, bevor es nach Mexiko Stadt ins anthropologische Museum und schließlich nach Europa geht. In Paris steht das Louvre auf dem Plan, und ein Trip nach Berlin ist auch geplant. Mal sehen, ob es dieses Jahr klappt.
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